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Interner Bereich


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Fasnachtseröffnung der Herbolzheimer Karnevalsgesellschaft e.V.

Am Abend des Schmutzigen Dunnschdig versammelten sich große und kleine weiß gewandete Hemdglunker und zogen im Schein der Fackeln und unter närrischen musikalischen Klängen durch die Straßen, ehe die Hästräger der Regentschaft im Rathaus ein vorübergehendes Ende setzten.

Am Narrenschopf, das "Spukschloss" der Herbolzheimer Karnevalsgesellschaft (HKG), wo sich so manches Unheil zusammenbraut, versammelten sich die Bürger. Dort hörten die Fastnachtsbegeisterten mysteriöse Klänge: Wolfsgeheul und Krähenschreie ließen erschaudern.

Hexenspringen am Schmutzigen Donnerstag

Szenenwechsel: Vor dem Rathaus versammelten sich die Narren, während der Narrenkäfig langsam über die Hauptstraße Richtung Rathaus heranrollte. Im Käfig saßen Hüttenbühlgeist, Jockele und Laue Briggle Hexe — die drei bedeutendsten Figuren der Herbolzheimer Narretei. Vor dem Rathaus, wo reges Interesse am Treiben der Herbolzheimer Karnevalsgesellschaftv e.V. herrsche, tollten die eingesperrten Herbolzheimer Fasentsfiguren im Käfig umher, voller Ungeduld, für sechs Tage frei zu sein und die Stadt zu beherrschen.

Dazu spielte die Stadtmusik Herbolzheim auf, auf dem Balkon des Rathauses erschienen HKG-Präsident Werner Fritz und Bürgermeister Ernst Schilling, nachdem zuvor HKG-Elferräte das Rathaus erstürmt hatten. Werner Fritz konnte den "Schlüsel zur Macht" von Bürgermeister Ernst Schilling in Empfang nehmen. Ehrenpräsident Gerhard Unmüßig stimmte das "Herwelzer Fasentslied an" und die Narren sangen mit.

Ein richtiger Hingucker waren die atemberaubenden und legendären Sprünge über das lodernd-heiße Feuer mitten auf dem Rathausvorplatz. Die wagemutigen "Laue-Briggle-Hexen" übten sich in der nicht ganz ungefährlichen sportlichen Aktivität. Wie Stabhochspringer peilten sie mit ihren Holzbesen einen Punkt an, der ihnen den Absprung erleichterte und den kühnen Hexen Halt gab.
Anschließend begaben sich die durchfrorenen Zuschauer mit den Narren auf Kneipentour und ließen alle Alltagssorgen hinter sich.

Bericht und Bild aus der Badischen Zeitung