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Mitgliederversammlung der Herbolzheimer Karnevalsgesellschaft e.V.

Die Herbolzheimer Karnevalsgesellschaft e.V. zieht Bilanz
Bericht und Bild (Werner Schnabl) aus der Badischen Zeitung vom 03. Juni 2008
 

Eine erfolgreiche Kampagne liegt nach den Worten ihres Präsidenten Werner Fritz hinter der Herbolzheimer Karnevalsgesellschaft e.V. (HKG). Der Umzug an Fastnachtssonntag ist das Top-Event der Narren und wird immer mehr zum Publikumsmagneten. Anders liegen die Vorzeichen beim Preismaskenball. Hier ist ein satter Rückgang zu beklagen. Er ist ab sofort aus dem Veranstaltungskalender gestrichen.

Präsident Werner Fritz war in der Mitgliederversammlung stolz auf seine Vorstandskollegen. Hier stimme die Chemie, hier unterstütze jeder jeden.
Durch die Tatsache, dass der Umzug sich immer mehr ausweitet, werde auch die Arbeit intensiver. Für Organisator Wolfgang Hessemann wünschte er sich eine kompetente Unterstützung, die hoffentlich bald gefunden sei. 3000 zufriedene und mitgehende Zuschauer am Straßenrand honorierten diese Arbeit.

Der Preismaskenball, so wurde berichtet, sei zuletzt immer verlustreicher geworden. Ein stetiger Rückgang der Einnahmen um nahezu zwei Drittel habe den Vorstand bewogen, den Fasnachtsmontag in dieser Form nicht mehr zu veranstalten. Das Zuschauerinteresse sei im beobachteten Fünf-Jahres-Zeitraum um fast 80 Prozent gesunken. "Es macht keinen Sinn an diesem Angebot festzuhalten" sagte Werner Fritz. Die HKG versuche aber, eine Alternative zum Preismaskenball zu finden, um die Hallenveranstaltung am Fasnachtsmontag zu beleben.

Der vor drei Jahren eingeschlagene Spar-Reformkurs sei konsequent vonstatten gegangen, äußerste sich Harald Guth (1. Vorsitzender) in seinem Jahresbericht. Der ständige Gedankenaustausch mit dem Wirtschaftsausschuss habe sich als sehr positiv erwiesen, ebenso die Umorganisation des Arbeitsplans, wobei Personal- und somit auch Folgekosten gespart wurden.

Mitgliederversammlung 2008 der Herbolzheimer Karnevalsgesellschaft e.V.Zu den wichtigsten Ereignissen zählte Harald Guth die Jubiläen von Feuerwehr und Stadtmusik.
Der Jahrmarkt habe ein deutliches Plus in der Kasse erbracht. Das Hästrägertreffen sei ein nicht mehr wegzudenkender Event, mit dessen Erlösen die gesamte Kampagne finanziert werde. Da auch die Feuerwehr keine närrische Veranstaltung mehr plane, bleibe einzig die Prunk- und Narrensitzung. Somit sterbe leider noch ein Teil der Herbolzheimer Fastnachtsgeschichte. Erfreulich groß sei das Interesse an der "Stroßefasnet" gewesen. Fünf Guggemusiken lockerten die Atmosphäre in der Galurastadt auf.

Trotz moderater Erhöhung der Mitgliederbeiträge sind in allen Abteilungen Zuwächse zu verzeichnen gewesen. Besonders bei den Hüttenbühlgeistern sei Attraktivität zurückgekehrt, hieß es. Das Ursprungshäs der HKG liege eindeutig im Aufwärtstrend.

Erstmals seit Jahren konnte Kassiererin Christine Kittel wieder eine positive Bilanz vorlegen. Man habe an den richtigen Stellen Einsparungen getroffen, die den Ausschlag gaben. Die Kassenprüfung attestierte einwandfreie Buchführung, die eine einstimmige Entlastung nach sich zog.

Der bronzene Hausorden für zehnjährige Zugehörigkeit ging an Bianca Huser, Thomas Schandelmeyer, Eric Golob, Lilian Golob, Corinna Ringwald, Silvia Scheerer, Jessica Schoch, Gisela Steiert, Achim Wunderle, Friedrich Behrens und Thore Melnyczuk.
In Silber ging die Auszeichnung an Harald Gulat, Bertram Herbstritt, Monika Hirzler, Simone Kaiser, Christian Jäger, Jürgen Ruf, Holger Welte, Manfred Eble und Michael Unmüßig. Sie alle feiern 15-jähriges Mitgliedschaft.
Ab sofort tragen Suzanne Maurer, Jürgen Hämmerle, Martin Hämmerle und Horst Meinzer den goldenen Hausorden.
Seit 30 Jahren ist Martin Clesle dabei. Er erhielt die Ehrenurkunde in Bronze. Ehrenpräsident Gerhard Unmüßig wurde für 40-jährige Narretei ausgezeichnet und Gisela Hess blickt auf 50 Jahre HKG-Mitgliedschaft zurück.

Den Orden der Föderation Europäischer Narren erhielten in 2008 Silvia Scherer (Laue Briggle Hexen) und Andreas Läufer (Jockele).