Get Adobe Flash player
Interner Bereich

Hexen Mitglieder die noch nicht registriert sind, melden sich bitte per Email an intern@laue-briggle-hexe.de

Junggesellenabschied „Porno“

„Wasser, Sonne, Hitze, Spaß und noch mehr, viel mehr… viel zu viel Wasser….!“

Oder

„Die Geschichte von Cowboys, Indianern, Piraten und Feuerwehrmännern“


In den frühen Morgenstunden des 10. Juli 2010 machten sich 13 feierlaunige Laue Briggle Hexen, Verwandte und Freunde startklar für Benjamin Schnitzler´s Härtetest für die Ehe. Sein Junggesellenabschied – sein „Last-Day at Freedom“ - muss gebührend gefeiert werden.

Mit reichlich Marschgepäck überraschten wir den schlaftrunkenen Benni (Anm. d. Red.: Im folgenden Text öfters „Porno“ genannt) in fast schon Junggesellenabschiedstauglicher Kleidung – starke grüne Adidas Hose lieber Porno… Retro ist ja bald wieder Inn.

Junggesellenabschied von Benjamin SchnitzlerWährend die Mannschaft, anläßlich der derzeit stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft, klassisch in den Deutschen Trikots unterwegs ist, stellte Porno den altbekannten Gegner Holland dar. Ein Oranje-Trikot musste herhalten, Auskünfte über den Besitzer oder Käufer werden anl. Eigenschutz nicht veröffentlicht.

Nach kurzer aber intensiver Hausbesichtigung – Gott sei dank hat der Mann 3 Großraum-Toiletten – noch kurz den Holländer an- ääähhh in die Hände gespuckt gings richtig los… Taaaaaxi… ab nach Oberhausen (nahe Elsass) an den Alt-Rhein. Bei knapp 40° C ist eine Bootsfahrt genau das richtige für die 13 Mann und den Holländer in Oranje-Farben.

Gefühlte 25 Liter Bier und 1.000 Liter Rhein-Wasser – aber nur 5 Minuten Bootsfahrt später – war bereits klar, was jeder schon ahnte: „Schiffe versenken für Erwachsene“, das Naturschutzgebiet - unser „Waterworld“! - Fliegende Paddel, untergegangene Kanuten, treibende Rucksäcke, tiefe Fleisch- und Schürfwunden, untergegangene Handys, nie mehr gefundene T-Shirts und Sonnenbrillen, Prellungen, Sonnenbrand… - unser eigenes „Rhein in Flammen“ nahe Oberhausen…

Reichlich „Bier-Pausen“ und, wer noch Trockenfutter hatte, Vespereinlagen verschönerten die Mittagszeit. Jegliche Verbindung zu den Suchmeldungen „17 Kg schwerer-Schwan im Alt-Rein vermisst!“ sowie „Vandalen feiern mit frischer Hühnerbrust und Entenkeule im Naturschutzgebiet“ werden strikt von uns gewiesen.

Laue Briggle Hexen sind mit dem Kanu unterwegs Am Nachmittag, irgendwo in der Nähe von Kappel angedockt, die Kanuten repariert… stiegen wir um in eine Kutsche – vom Indianer zum Cowboy so zu sagen. Bei steigender Hitze und auch hier Getränke-technisch sehr gut präpariert, ging die Fahrt über „Biergarten-Kappel“ und „Likör-Bahnhöfle-Ringsheim“ zurück nach Herbolzheim zu der edlen Ranch der Cowboys des Kleintierzuchtvereins.

Fleisch frisch vom Grill, dazu das WM-Spiel Deutschland gegen Uruguay um Platz 3… was will man mehr…! Ja klar, Cola-Weizen… aber Bier wird hier aus Zeitgründen schon gar nicht mehr erwähnt.

Irgendwie sollte oder wollte das Wasser dieser Erde den Holländer und sein Deutsches Team heute nicht in Frieden lassen. Denn gerade als die 13 Jungs und mittlerweile einige hinzu geeilte Einwechselspieler, Ihren Porno richtig zelebrieren wollten, ballte sich um den Oranje das Epizentrum eines Gewitters. Das Jahrtausend-Gewitter in und um Herbolzheim.
Binnen weniger Minuten standen Vereinsheim, unser Grillplatz, der Vorgarten, Tiergehege, ja das ganze Gelände sogar den größten Mitspielern unter uns Knietief unter Wasser. Lebensbedrohlicher Gedankenaustausch über mögliche Stromschläge, Leitungen, Kabel usw. wichen der ungetrübten Lust des Bierkonsums. Zugegeben nur bis zum Aufschrei unseres defensiven Mittelfeldspielers Florian Rees. aus H.: „…heeeeeee, mir müsse die Tiere rette….!!!!“ – die Biertrinkenden: „…Waaas….?“ Morgens mit dem Paddel dem Schwan auf die Rübe hauen und abends in einem halben Meter Wasser die Hasen und Hühner retten…?! (Anm. d. Red.: Tiere!! Dies ist keine Tarnung für eventuell anwesende Weiblichkeiten)

Gesagt getan und egal wie viel bis jetzt getrunken wurde, alle Jungs um den lieben Porno sahen Hühner in Kühltruhen über einen See schippern wo eigentlich kein Wasser sein dürfte, hartgesottene Männer – wie unser Benjamin – legten sich ins Zeug, wurden von Todesangstgeplagten Hasen verkratzt. Beim eintreffen der Feuerwehr war die Lage „Tiertechnisch“ gesehen schon längst wieder unter Kontrolle und so waren wir Cowboy, Indianer, Pirat und Feuerwehrmann in Einem.

Unwetter beim Junggesellenabschied von Benjamin SchnitzlerLeider konnte trotz noch vorhandener Feierlaune, das Fest an diesen Örtlichkeiten nicht mehr weitergeführt werden, es war unmöglich... Hinzu kam das alle Beteiligten von dem Hochwasser dermaßen durchnässt waren und bei einigen zu Hause die Keller voll gelaufen waren – das uns nur noch der schnelle Ausklang dieses so erlebnisreichen Tages blieb.

So machten wir uns, leider früher als geplant, auf den Heimweg und wir marschierten durch Herbolzheim, Richtung Wagenstadt unter die Dusche.

Lieber Benjamin, auch wenn das Ende dieses Tages so nicht geplant war, muss man anerkennen dass Du aufgrund Deiner erbrachten Leistungen Deinen Junggesellenabschied mit der Note 1 bestanden hast. Denn wer paddelt, schwimmt, trinkt, schwitzt, reitet, trinkt, Feuerwehrmann spielt und Tiere rettet, dem kann das Eheleben nichts mehr anhaben. Wenn Du es dann noch geschafft hast, diese unglaubliche Geschichte zu Hause glaubhaft rüber zu bringen, bist Du bestens gerüstet und bekommst sogar die Note 1 mit Sternchen…